Augenkrankheiten


Normales Sehen

Grauer Star (Katarakt)
Bei dem Grauen Star verliert die Augenlinse (meist in den späteren Lebensjahren) zunehmend an Elastizität, sie verhärtet sich und trübt sich ein. Erste Symptome beim grauen Star: Das Sehen ist unscharf, kontrastarm und weniger farbig und das Blendungsempfinden erhöht. Der Graue Star wird grundsätzlich operativ behandelt. Dabei wird die durch den Grauen Star getrübte Linse im Auge entnommen und durch eine künstliche Linse ausgetauscht.

Sehen mit Grauen Star

Normales Sehen

Diabetische Retinopathie
Mit dem starken Ansteigen der Wohlstandskrankheit Diabetes mellitus kommt es zwangsläufig auch vermehrt zu einer Schädigung der Augen durch die Diabetische Retinopathie. Bei dauernd erhöhten Blutzuckerwerten lagern sich im Auge Fett- und Eiweißstoffe in den empfindlichen Gefäßwänden ein, die dadurch brüchig werden und platzen können. Dies macht sich für den Betroffenen durch Gesichtsfeldausfälle bemerkbar. Eine Behandlung dieser Sehschädigung ist durch Laser- und Kältetherapie nur sehr bedingt möglich. Deshalb genießen vorbeugende Maßnahmen hier höchste Priorität:

  • optimale Einstellung des Blutzuckerwertes
  • Blutdruckwerte von 120/80 mmHg
  • nicht rauchen

Sehen mit Retinopathie

Normales Sehen

Grüner Star (Glaukom)
Unter dem Begriff „Grüner Star“ (Glaukom) werden verschiedene Augenkrankheiten zusammengefasst, die mit einer Augeninnendruckerhöhung einhergehen. Üblicherweise liegt bei Erwachsenen der Augeninnendruck bei etwa 15 – 20 mm/Hg. Ist dieser Wert stark erhöht, führt dies zu einer irreparablen Schädigung des Sehnervs, die sich durch Gesichtsfeldausfälle bemerkbar macht. Es wird daher eine regelmäßige Untersuchung des Augeninnendrucks empfohlen. Um ein Fortschreiten der Krankheit zu verhindern, kommen entweder Medikamente oder eine Operation in Frage.

Sehen mit grünem Star

Normales Sehen

Makula-Degeneration (MD)
Eine der häufigsten Sehbehinderungen im fortgeschrittenen Lebensalter ist die Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), welche in zwei Formen auftreten kann: der trockenen und der feuchten Makula-Degeneration. Bei dieser Erkrankung werden die Nervenzellen im Bereich des schärfsten Sehens (der Makula) zerstört. Bei der trockenen MD nimmt die Sehschärfe langsam, aber stetig ab. Um die Folgen der Krankheit zumindest teilweise auszugleichen, kommen vergrößernde Sehhilfen wie Lupen, Bildschirmlesegeräte o.ä. zum Einsatz. Die feuchte MD verläuft wesentlich schneller als die trockene MD. Durch neue Medikamente (VEGF-Hemmer) kann die Krankheit gestoppt werden. Siehe auch: www.dbsv.org/makula

Sehen mit Makula-Degerenation

Normales Sehen

Retinitis Pigmentosa (RP)
Bei der Retinopathia Pigmentosa, die umgangssprachlich meist als „Retinitis Pigmentosa“ bezeichnet wird, handelt es sich um eine Gruppe erblich bedingter Netzhauterkrankungen. Erste Anzeichen sind in jungen Jahren vor allem oft

  • Nachtblindheit, sog. Sehverlust bereits in der Dämmerung,
  • Schwierigkeiten bei der Hell-Dunkel-Anpassung und umgekehrt, Blendempfindlichkeit.

Im fortgeschrittenen Stadium wird das Sehfeld, das beim gesunden Auge etwa 120/180 Grad beträgt, oft auf einen kleinen Bereich von nur wenigen Grad eingeschränkt, so dass man nur noch wie durch eine Röhre oder einen Tunnel sehen kann. Dies macht dann eine optische Orientierung praktisch unmöglich. Nachdem es eine Therapie gegen die Ursachen der RP noch nicht gibt, setzt man künftig auf die Entwicklung von sog. Netzhaut-Implantaten (Retina-Implant). Einige Forschungsprojekte hierzu sind bereits angelaufen. Jedoch sind hier schnelle Erfolge noch nicht in Sicht.

Sehen mit Retinitis Pigmentosa

Die Fotos wurden dem Sehbehinderungs-Simulator des Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenvereins Berlin unter www.absv.de entnommen. Foto: Friese